Anna Thinius

Kunst & Projekte

Kunst ist das Ergebnis eines kreativen Prozesses, aber auch der kreative Prozess selbst.

Sie entspringt dem urmenschlichen Gestaltungsdrang und dem Wunsch sich auszudrücken.

Seit 2015 beschäftige ich mich im Rahmen von partizipatorischen Kunstprojekten, Workshops und Auftragsarbeiten bewußt mit diesem Phänomen. Thematisch unterteilen lassen sich diese Projekte in die Richtungen: Umwelt&Kunst, Bücher&Papier und Andere, wobei die Übergänge fließend sind.

Bei Interesse an einem Workshop, Kunstprojekt oder einer Auftragsarbeit schreiben Sie mir eine Email an info@anna-thinius.de oder nutzen das Kontaktformular.



AKTUELL: Ron, Kalle und das Müllmonster - ein Kinder&Bastelbuch Crowdfunding bis 4.11.2022



Müllmonster sind überall - sie verstecken sich in Büschen, am Wegesrand und manchmal direkt vor der eigenen Nase. Nur werden sie gern übersehen. Zwei verrückte Ratten, eine Taube und das Müllmonster reisen in dem Buch auf dem Rhein zum Meer.

Dass ihre Reise sie durch Bonn führt, spiegelt sich in den Illustrationen wieder. Wer gerne am Rhein in Graurheindorf spazieren geht, der wird vielleicht den ein oder anderen Ort wiedererkennen.

Zusätzlich zu der liebevoll illustrierten Geschichte enthält das Buch bunte Upcycling-Bastelideen, denn Müll, besonders Plastikmüll, ist ein Problem. Allerdings lässt er sich zumindest teilweise verbasteln, bzw. upcyceln. Im Buch finden sich Inspirationen zum Hinschauen, Müll-Suchen, -Sortieren, -Basteln und zusammen aktiv werden. Es unterstützt bei der Aufklärungsarbeit z. B. in Schulen oder Kitas und beim aktiven Upcycling durch Bastel-Kunst.

Das Projekt können Sie bis zum 4.11.2022 über www.bonn-crowd.de/muellmonsterbuch mit dem Kauf einer Postkarte, einem Exemplar des Buchs „Ron, Kalle und das Müllmonster“, einer Original-Illustration oder einfach einem kleinen Beitrag unterstützen.

Das Auerberger-Upcycling-Bastelbuch - 2022

Das Mitmach-Bastel-Projekt "Das Auerberger Upcycling-Bastelbuch" ist abgeschloßen und das Buch steht als pdf zum Download zur Verfügng. Klicken Sie auf das Titelblatt und der Download startet.

Neben verschiedenen Workshops welche in der Integrierten Stadtteilbibliothek Auerberg, Der OGS Bernhardschule und dem Jugendzentrum der Lukaskirchgemeinde, geleitet von Lucia Meurer und mir stattfanden, war die Kreativität der Auerberger:innen gefragt.

Für ihre Beiträge möchte ich mich deshalb bei den Auerbergerinnen Inge Höver und Dr. Hildegard Ameln-Haffke herzlich bedanken. Die Bastelideen im "Auerberger Upcycling-Bastelbuch" wie z.B. Karten und Umschläge oder lustige Dosenwesen wie Ritter, Drachen und Burgfräulein, wurden in den Workshops von den Kindern ausprobiert und weiterentwickelt. So entstanden z.B. anstelle von Vögeln Katzen.

Warum Müll als Material?

Viele Dinge, die wir wegwerfen sind nicht wirklich kaputt oder schlecht. Einige wie z.B. Einweg-Verpackungen wurden für eine einmalige Verwendung entwickelt, andere sind schlicht aus der Mode gekommen oder eine Reparatur würde mehr kosten als ein neues Produkt. Für Bastler bieten solche Dinge ein großes Sortiment an günstigem oder kostenfreien Material. Das Projekt wurde aus den Mitteln des Quartiersfonds der Stadt Bonn gefördert. Deshalb ist der Download kostenfrei.

Umwelt & Kunst

Die Umwelt und deren Veränderung durch menschliche Einflüsse, z.B. durch Umweltverschmutzung, war schon immer Teil und Thema meiner künstlerischen Arbeit.

2015 entstanden im Rahmen meiner ersten partizipatorischen Kunstaktion die ersten „Müllmonster“ zum Piccobellotag in Bonn-Tannenbusch.

Seither fanden und finden unter dem Motto „Umwelt & Kunst“ in Zusammenarbeit mit verschiedenen Personen, z.B. der Biologin Dr. Inge Steinmetz, und Gruppierungen Projekte und Workshops statt.



Wandmalerei in Auerberg - 2022

Kunst

Viel Freude bereitete mir der Auftrag für eine Wandmalerei welche nach der Bemalung der Stromkästen bei mir eintraf. Das Bild könnte fast direkt aus einem der „Kleiner Drache Kasimir“- Bücher von Cordula Kulla stammen welche ich zwischen 2011 und 2015 illustrierte. Doch war ich hier nur die Ausführende, die auftragebende Familie wählte Hintergrund, Figuren und Farbgebung.

Die Arbeiten an der Wand führten Eugen Schramm, Ludmilla Kosata und ich gemeinsam durch.


Kreidemalerei - 2021

Kunstprojekt

Unter voller Berücksichtigung der Corona-Situationen entwickelte ich auf Anfrage und in Zusammenarbeit mit dem QM Auerberg die Idee für ein Kreidemal-Projekt im Frühjahr und Sommer 2021. Neunmal wurden riesige Hüpfspiele in Form von Fabelwesen, Fahrrad-fahrenden Dinosauriern, Ponys und allem was den teilnehmenden Kindern so einfiel auf die Auerberger Mitte und rund um das Jugendzentrum Auerberg gemalt. Die entstandenen Bilder waren bunt, leuchteten und wurden für Hüpfspiele auch noch Tage nach der eigentlichen Aktion genutzt. Die Workshops führte ich mit Unterstützung von Sarah Wanschke durch.

Müllmonster in Niederkassel - 2021

Umwelt & Kunst

Nach der unfreiwilligen Pause 2020 durften viele Aktionen und Veranstaltungen 2021 wieder stattfinden. Dazu gehörte der Rhein-Clean-up-Tag. Im Rahmen dieser Aufräumaktion organisierten die Niederkasseler Grünen ein Müllmonster-Projekt.

Aus dem gefundenen Müll bauten die Teilnehmer*innen auf der grünen Wiese bei Mondorf/Niederkassel am Rhein mehrere große und kleine Müllmonster, eines davon sogar mit Kind.

Hierfür wurde der Müll sortiert, das brauchbare gesammelt, der Rest wieder in Säcke verpackt und zum Sammelplatz zu Abholung gebracht.

Erstaunlich war die Anzahl und Vielfalt der gefundenen Schuhe. Kein Monster musste ohne bleiben, auch nicht das dreibeinige.

Die Monster wurden mit Heißkleber, Klebeband, Hammer, Nägel und Akkuschrauber zusammengebaut. Dies geschah unter der Anleitung der Künstlerinnen Consuelo Mendez und ich.

Die entstandenen Müllmonster wurden eine Woche lang vor dem Niederkasseler Rathaus ausgestellt, dann von ihren Schöpfern abgeholt oder aber auseinander gebaut und ihrem ursprünglichen Zielort der Müllhalde zugeführt.

Das Projekt wurde organisiert von Uli Buchholz.

Personen von links nach rechts: Ulrich Bucholz, Ortrun Eckhoff, Teilnehmer*innen, Anna Thinius

Stromkasten-Malerei - 2021

Kunst

Der Ortsausschuss Auerberg welcher aktiv an einer positiven Entwicklung des Stadtteils arbeitet schrieb 2021 die Bemalung mehrerer Stromkästen aus. Nach langwierigen Abstimmungen zwischen Ortsausschuss und der Stadt Bonn wurden zwei meiner Skizzen ausgewählt. Gemeinsam mit der Künstlerin Consuelo Mendez bemalte ich zwei Stromkästen in der Kopenhagener Straße. Die Aktion war und ist ein voller Erfolg. Die Stromkästen strahlen auch nach über einem Jahr in leuchtenden Farben und erfreuen mit ihrem Anblick.

100 Jahre Landeskunde - 2021-2022

Kunst

Für die Ausstellung des Universitätsmuseums der Universität Bonn „100 Jahre Landeskunde“ erhielt ich den Auftrag Illustrationen anzufertigen. Den Besuchern der Ausstellung wurde durch die Illustrationen eine weitere Zugangsebene zum Thema geboten.

Die Illustrationen fertigte ich in engem thematischen Bezug und laufender Rücksprache mit den Auftraggebern Dr. Thomas Becker und Phillip Gatzen an. Aus den ursprünglich angedachten Schwarz/Weiß-Zeichnungen wurden schnell farbige Collagen. Teilweise lag ich in der Interpretation der Thematik völlig falsch, was zu spannenden, völlig neuen Bildinhalten führte.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Bilder hängen im Institutsgebäude am Hofgarten und die Onlineversion der Ausstellung ist hier zu sehen.

Vielen Dank an das Stadtarchiv Bergheim für das zur Verfügung gestellte Bildmaterial.




Buch & Papier Workshops – seit 2016

Kunstprojekte

Bücher, Comics, Manga und Illustration bilden den zweiten großen Schwerpunkt meiner Workshops. Im Rahmen derselben können die Teilnehmer*innen eigene Geschichten erfinden, schreiben und illustrieren oder gleich einen Comic zeichnen. Aber auch eine kleine Einführung in verschiedene Zeichentechniken ist möglich. Natürlich geht das auch in Gruppenarbeit!

Ziel, Umfang und Zeitrahmen für die Workshops können je nach Zielgruppe und Auftraggeber unterschiedlich ausfallen. Selbstverständlich gilt dies auch für die Ergebnisse. Kurz-Workshops können 2 Stunden dauern, aber AGs können auch bis zu einem Jahr laufen.


Seit 2020: Projekte im Kindergarten Papatya
2017 - 19: „Bilderbücher Selbermachen“ und „Comic“ AG an der OGS A-v-Wied
2017 - 19: verschiedene Kurz-Workshops in der Thalia Buchhandlung in Bonn, inkl. Mini-Zines, Manga zeichnen und 3d-Postkarten
2018: Manga-zeichnen Workshop in der Stadt Bibliothek Bergheim
2017 - 19: „Bilderbücher Selbermachen“, „Comic&Manga“-Workshops in der Stadtbibliothek Tannenbusch
2016: Illustrationsworkshop im Oficiná do Desenhó, Cascais, Portugal




„Alle Kinder dieser Erde“, ein Mosaik - 2018

Kunstprojekt

Wer in Tannenbusch am Waldenburger Ring spazieren geht und auf den kleinen Spielplatz abbiegt findet sich vor dem Kindergarten und Familienzentrum „Mosaik“ (Hausnummer 30) wieder. Wand und Eingang sind in ein buntes Mosaik gehüllt, das unter anderem eine Weltkarte, einen Wal, Pinguine und ein Kamel zeigt. Das Mosaik ist das Ergebnis eines partizipatorischen Kunstprojektes welches auf Wunsch und in enger Zusammenarbeit mit dem Kindergarten entstand.
Die Kinder zeichneten zum Thema, ich fertigte Entwürfe anhand der Zeichnungen an und hing diese im Stadtteil aus sodass die Anwohner*innen wählen konnten. Der gewählte Entwurf wurde von den älteren Kindergartenkindern und im Rahmen eines Festtages von über 60 Personen unter Leitung von Robin Hengesbach (Bildhauer, B.A.) und mir innerhalb von drei Wochen an die Wand gebracht. Bei den verwendeten Fliesen handelt es sich ausschließlich um Spenden und Ausschuss. Was mich persönlich am allermeisten überraschte war das es den meisten Kinder überhaupt keinen Spaß daran hatten die Fliesen mit dem Hammer klein zu schlagen.



Wanderworkshops - 2017-2019

Umwelt & Kunst

Verschiedene Workshop-Spaziergänge und Mini-Forschungs-Wanderungen durch Tannenbusch und Lannesdorf-Mehlem boten Dr. Inge Steinmetz (Biologin), Katharina Haupt (Bildhauerin M.A.) und ich im Rahmen unterschiedlicher Projekte zwischen 2017 und 2019 an.

Die Workshops für alle Altersklassen boten die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit dem Außenraum, der Umwelt. Wir erforschten die uns umgebende Welt zu Fuß, entdeckten den Lebensraum des Menschen neu und zeichneten alles mit künstlerischen Mitteln auf. Dazu bastelten wir kleine Skizzenbücher, malten, schauten Pflanzen und Insekten unter der Lupe an, sammelten Müll, gossen das gefundene Material in Kunstharz ein und vieles andere mehr.

Ich selbst lernte täglich neu dazu. So gibt es in Bonn Tannenbusch eine Düne, Brombeermarmelade schmeckt auch mit frischer Minze und in Lannesdorf gibt es nicht nur einen Schmetterlingsgarten, sondern wirklich malerische Wald- und Wiesenwege in denen man sich hervorragend verlaufen kann. Die Stadt ist erstaunlich schön und vielfältig, man muss nur hinsehen.

Am Schmetterlingsgarten in Lannesdorf brachten wir Objekte und Bilder aus den Kursen, welche an Regentagen drinnen stattfanden, am Zaun an - eine schöne Art der Gartenwerbung, bis die Blumen zu blühen anfingen.


Unterstützt wurden die Projekte vom QM Tannenbusch und QM Lannesdorf.




Nachgang:

Durch die während der Wander-Workshops gesammelten Erfahrungen waren wir in der Lage, auf Anfrage der AWO einen Berufsausflug für Kindergärtner ganz im Sinne von Umwelt & Kunst nachzukommen. Inge Steinmetz, Katharina Haupt und ich entwarfen eine Reihe von künstlerischen, Bio-Edukativen Stationen und Aufgaben welche in kleinen Teams gelöst werden konnten.

Alle Aufgaben könnten, unter Aufsicht, auch von Kindern gelöst werden und eignen sich deshalb hervorragend für Projekte in Kindergärten. Am meisten Spass machte wohl der Bau einer gigantischen Strohskulptur mitten im Wald. Wander-Workshops dieser Art für Gruppen ab 10 Personen können auf www.blattgruen-nrw.de gebucht werden.

„Emotional Baggage“, Geschichten aus Tannenbusch - 2017-2018

Kunstprojekt

Die Idee im Rahmen eines partizipatorischen Kunstprojektes die Geschichten von Menschen in Bezug auf einen identitätsstiftenden Gegenstand zu sammeln war bereits während des Studienprojektes „Erinnerungsorte“ im ehemaligen Kinderheim Köln-Sülz entstanden. Nun griff ich diese Projektidee wieder auf und konnte sie mit Unterstützung des Quartiersmanagement Tannenbusch und der Stadt Bonn umsetzen.
Ein Jahr lang interviewte ich Tannenbuscher*innen und fertigte Zeichnungen zu ihren besonderen Gegenständen an. Warum ein bestimmter Gegenstand für einen Menschen so wichtig werden kann oder Gegenstände jedwede emotionale Bedeutung verlieren liegt in den Lebensgeschichten begründet. In einem Buch gesammelt und zusammengefasst bieten sie einen Einblick in die Vielfalt des Stadtteils und seiner Bewohner*innen.
Im Nachgang stellte ich die Illustrationen und Texte in der Stadtteilbibliothek Tannenbusch aus. Zur Eröffnung der Ausstellung fand eine Lesung statt welche von S.W. auf dem ihr wichtigsten Gegenstand, einer Guzheng, begleitete.


Im Nachgang stellte ich die Illustrationen und Texte in der Stadtteilbibliothek Tannenbusch aus. Zur Eröffnung der Ausstellung fand eine Lesung statt welche von S.W. auf dem ihr wichtigsten Gegenstand, einer Guzheng, begleitete.



Müllmonster in Tannenbusch - 2017

Umwelt&Kunst

Nach meiner Rückkehr aus Portugal, begann ich das dort gelernte anzuwenden. Unterstützt durch den Stadtteilfond Tannenbusch der Stadt Bonn und des Landes NRW entstanden in der Projekt-Arbeit mit Kindern im Spielehaus KBE-Dreick eine Reihe von Müllmonstern und Objekten. Dafür kamen Plastik- und Sperrmüll zum Einsatz. Die Kinder dürften mit echten Werkzeugen, inklusive einer Akkubohrmaschine, Heißkleber und anderen Mitteln unter Aufsicht arbeiten. Dadurch wurden sowohl ihre handwerklichen Fähigkeiten als auch ihr Bewusstsein für Material und Verantwortungsbewusstsein für den Umgang mit potenziell gefährlichen Werkzeugen gefördert.

Zusätzlich gingen wir vor den Workshops Müllsammeln in der näheren Umgebung Spielehauses und räumten auf. Den gefundenen Müll konnten wir aber aus hygienischen Gründen nicht für die Müllmonster verwenden.


Arbeiten im Oficina do Desenho - 2016

Kunst

Nach Abschluss meines Master Studiums 2016 erhielt ich die Möglichkeit zu einem Praktikum im Ausland, gefördert durch ein Erasmus Stipendium.

Aufgrund dessen konnte ich im Sommer 2016 zwei Monate in Portugal im Oficiná do Desenhó der Entwicklung und Durchführung von Workshops mit Kindern beiwohnen und dabei unterstützen. Die dabei gesammelten Erfahrungen sind bis heute ein wichtiger Bestandteil meines künstlerischen Handelns und bilden eine Grundlage für die Entwicklung meiner eigenen Kunst und Projekte.

Ich danke Rui Acó und Miguel Teixeira für ihre Leitung und Unterstützung.
Conversas com Chá e Café - Abschlussaustelung von Anna Thinius im Oficiná do desenhó
Zusätzlich wurde mir durch den Aufenthalt die Möglichkeit geboten mich in verschiedenen künstlerischen Techniken weiterzuentwickeln und Fragen der Gestaltung und Anwendung von Materialien auf der Bildfläche nachzugehen. Experimente und Vertiefung von Erfahrungen zu denen vorher nie Zeit gewesen war.

„Ragnar’s Reise"

Zusätzlich entstanden während meines Aufenthalts die Illustrationen zu „Ragnar’s Reise" einem „historischen" Kinderbuch von Ragnar Raimundson. Das Besondere an diesen Illustrationen war deren historische Autenzität. Ausstattung und Umgebung der Figuren entsprechen Funden aus dem 3. - 8. Jhdt. AD, selbst die der Schachspielenden Mäuse.


Reifhardt - Land&Trash Art - 2016

Umwelt&Kunst

In Zusammenarbeit mit Dr. Inge Steinmetz (Biologin, www.biologo-online.de/Inge-Steinmetz.html) und Katharina Haupt entstand im Rahmen des partizipatorischen Kunstprojektes „Kunst&Natur“ die Skulptur „Reifhardt“ aus Autoreifen und lebenden Pflanzen.



Der Bau der Skulptur fand vom 11.05. bis zum 13.05.2016 von 15:00 Uhr bis Sonnenuntergang statt. Am 14.05. gab es ein Mieterfest, einschließlich Einweihung und Ehrung der Teilnehmer. An dem Projekt beteiligten sich bis zu dreißig Kinder und Erwachsene täglich. Als wir beim Ausheben des Fundamentes Schwierigkeiten bekamen, halfen uns plötzlich einige der im Viertel tätigen Bauarbeiter. Unterstützung erhielten wir außerdem von den Angestellten der Wohnungsgesellschaften und des Kindergartens „Hexenhaus“.

Grundidee des Projektes war es, eine lebendige Skulptur aus dem zu schaffen, was wir in der Umgebung vorfanden, also Pflanzen, Erde und leider auch Müll.
Die Autoreifen, aus denen die Skulptur zum Großteil besteht, stammen alle aus Tannenbusch. Diese können auf natürliche Weise nicht abgebaut werden. Kurz, Autoreifen bestehen aus einem Material für die Ewigkeit. Dazu stehen die Pflanzen im Gegensatz, da sie, wie alle Lebewesen, unter den richtigen Umständen zwar wachsen, gedeihen und sich fortpflanzen, aber auch sterben und vergehen.

Für die Skulptur bemalten die Teilnehmer und wir die Autoreifen. Aus den schönsten entstand die Skulptur. Zum Teil wurden die Reifen tief in die Erde eingelassen. Hier konnten die Teilnehmer interessante Lebewesen unter fachlicher Leitung mit Becherlupen erforschen. Zu guter Letzt wurden die Reifen mit dem Aushub und Blumenerde gefüllt und von den Teilnehmern liebevoll bepflanzt und gegossen.

Zwei der Teilnehmerinnen übernahmen die Patenschaft für die lebende Skulptur. Ihr Auftrag ist es, die Blumen regelmäßig zu gießen.

Das Projekt wurde durch den Stadtteilfonds Tannenbusch finanziert und tatkräftig unterstützt durch das Quartiersmanagement Tannenbusch, sowie die Wohnungsgesellschaften Vonovia und DIWO.


Bild: Inge Steinmetz und Teilnehmer*innen


Till auf der Mauer - 2016

Kunstprojekt

Bei dem Projekt „Till-auf-der-Mauer“ handelt es sich um eine skulpturale Auftragsarbeit der Till-Eulenspiegel-Grundschule, mit partizipatorischen Zügen.

Die ausführenden Künstler, Katharina Haupt, Robin Hengesbach und ich, bauten eine Till-Eulenspiegel -Skulptur.

Grundlage dafür ist die Skizze eines Schülers. Diese Skizze gewann einen schulinternen Wettbewerb. Während der Osterferien fand ein Workshop statt, in dem die Schüler selbst an der Figur mitarbeiten konnten. Dadurch wurden die Schüler direkt an der Entstehung ihrer Skulptur beteiligt. Es wird ihnen kein Fertigprodukt vorgesetzt.


Rosia - Mosaik in Rumanien - 2016

Kunstprojekt

Im Rahmen einer Studienreise entstand, in Zusammenarbeit mit den Schülern und Lehrern der Walddorf- und der traditionellen Schule ein gewaltiges Mosaik entlang der mindestens 200 Meter langen Mauer, welche beide Schulen in Rosia umgibt.

Bilder und Skizzen der Kinder wurden mit der Gesamt-Gestaltung in Einklang gebracht, als farbige Mosaik Elemente gelegt und an die Wand gebracht. An der Mauer arbeiteten zeitweise bis zu 60 Menschen.

Diese Studienreise der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft wurde organisiert von Prof. Ulrika Eller-Rüter.


Materialdruck in Südafrika und Deutschland - 2015-2016

Kunst und Kunstprojekt

Materialdruck ist eine Form des Hochdruckes, bei welcher der Druckstock aus einer Collage aus allerlei Materialien zusammengesetzt sein kann. Dadurch kann man in dieser Technik ohne eine besondere Ausstattung fast überall drucken.

Aus diesem Grunde wählte ich die Technik des Materialdrucks für meine Workshops während der Studienreise in Südafrika.
Aus diesem Grunde wählte ich die Technik des Materialdrucks für meine Workshops während der Studienreise in Südafrika. Einen Grundstock an Materialien wie Pappe, Klebeband ist selbstverständlich Druckfarbe und Rolle hatte ich im Gepäck dabei.

Erst im Anschluß an diese Reise entschied ich mich dafür in Deutschland einen Vergleichsworkshop durchzuführen und meine Masterarbeit zum Thema zu schreiben.

Im Rahmen einer Studienreise nach Südafrika unter der Leitung von konnte ich zwei partizipatorische Kunstworkshops mit der künstlerischen Technik des Materialdruckes durchführen.

Alle Teilnehmer der Studienreise entwickelten und leiteten eigene Workshops in individuell ausgewählten Techniken und Themenbereichen.

Der erste Teil der Workshop-Reihe fand in Kayamandi, einem Township der Stadt Stellenbosch, unter freiem Himmel statt. Dieses Projekt entstand durch eine Zusammenarbeit zwischen Prof. Dr. Ulrika Eller-Rüter von der Alanus Hochschule und Prof. Elmarie Costandius von der Stellenbosch Universität.

Eine zweite Reihe von Workshops veranstalteten die Teilnehmer der Studienreise in den Räumlichkeiten der Grundschule von McGregor, in Zusammenarbeit mit dem Breede Center.

Orte, Teilnehmer und Zielsetzung der Workshops waren unterschiedlich. Durch die Arbeit mit den Menschen eröffnete sich mir ein neuer Erfahrungshorizont. In Kayamandi wurden die Arbeiten zum Abschluß in einer kleinen Open Air Ausstellung gezeigt, in McGregor entstand ein Minitheaterstück.










Materialdruck in Deutschland - 2016

Im Januar 2016 führte ich einen einwöchigen Materialdruckworkshop im Kunstraum Tannenbusch durch. Dieser Workshop baute auf den in Südafrika gewonnenen Erfahrungen auf.

Anders als zuvor stand hierbei eine komplette Kunstwerkstatt zur Verfügung, was ein kontinuierlicheres Arbeiten und die Verwendung von mehr und anderen Materialien als zuvor ermöglichte. Als gemeinsame Zielsetzung gab ich die Erarbeitung eines Buches vor. Die Teilnehmer sollten eine Geschichte, das Märchen vom Froschkönig, mit Materialdrucken illustrieren und mit der Hand aufschreiben.

Das Buch zur Masterarbeit kann auf Bestellung nachgedruckt werden.


„Eigenschaft durch Leidenschaft“/ Königswinter - 2015

Kunstprojekt

Dieses partizipatorische Kunstprojekt führten Laila Saraih und ich in Zusammenarbeit mit dem MUT-Projekt (MUT = Mädchen Unterricht Training), einer Initiative des St. Sebastian-Heimstatt e.V., statt.

Gefördert wurde das Projekt von der Montagstiftung für Kunst und Gesellschaft im Rahmen der Ausschreibung „Perspektive Armut II“. Die Teilnehmerinnen des Projektes statteten innerhalb von sechs Tagen ihren Klassenraum mit Wandgemälden aus, welche sie von der Skizze bis zum fertigen Gemälde selbstständig erarbeiteten.


Müllmonster zum Piccobellotag - 2015

Umwelt & Kunst

Die „Müllmonster“ entstanden während eines partizipatorischen Kunstprojektes zum Abschluss der „Sauber Macht Lustig“ Aktionswoche in Bonn Tannenbusch am 22.05.2015.

Während der Aktionswoche, welche von der AG Sauberkeit initiiert wurde, sammelten Anwohner und Freiwillige den herumliegenden Müll von den Straßen und aus den Hecken des Viertels. Aus dem so gesammelten Müll sowie Sperrmüll aus gebäudeinternen Sammelstellen wurden von Kindern und Jugendlichen drei TrashArt Skulpturen gestaltet. Daran beteiligt waren Fidan Akhundova, Laila Sahrai und Maria Zesewitz, Studentinnen der Alanus Hochschule, unter meiner Leitung. Es wurde möglich gemacht durch die Zusammenarbeit mit der AG Sauberkeit, dem Quartiersmanagement Neu-Tannenbusch und der Vovonia, ehemals Deutsche Annington.
Die während des Projektes entstandenen „Müllmonster“ wurden bis zum 20.02.2016 vor Ort und vom 21.01. bis zum 19.02. 2016 im Stadthaus Bonn ausgestellt.

Lebensfäden - 2015

Kunst

Im Rahmen der Ausstellung „Erinnerungsorte“ im ehemaligen Kinderheim Köln-Sülz gestaltete ich eine Installation aus den Schatten der Menschen vor Ort und Heim-Videoband.

Der „Lebensfaden“ ist seit vorchristlicher Zeit ein Symbol für das Leben.
Der „Lebensfaden“ ist seit vorchristlicher Zeit ein Symbol für das Leben. Von den griechischen Moiren oder den nordischen Nurnen gesponnen bestimmt er das Schicksal des einzelnen Menschen und wird mit anderen zur Geschichte verwebt.

Kann ein Mensch sein Schicksal selbst bestimmen? Ist es möglich den eigenen Faden zu spinnen und ein eigenes Bild zu weben? Wie verbindet sich der eigene Lebensfaden mit den Fäden anderer?

Wie viele Menschen haben sich in diesem Haus aufgehalten? Wer ist nur hindurchgegangen? Welche Fäden haben einander berührt, wurden miteinander verbunden, verliefen eine Zeit lang parallel und entfernten sich wieder voneinander?

Welche Erinnerungen, welche Gefühle, verbinden sie mit diesem Ort? Wie fühlt sich die Gegenwart für sie an und welche Zukunft wird daraus erwachsen?

Das Haus ist ein Ballungsraum der Begegnungen von Schicksalen, als Punkt in Raum und Zeit. Es ist ein Knotenpunkt, und auch ein Verknotungspunkt.


Projekt und Ausstellung „Emotional Baggage“ - 2015

Kunst

Dieses partizipatorische Projekt „Emotional Baggage“ fand im Rahmen einer Zusammenarbeit der Alanus Hochschule und des Fördervereins Erinnerungsorte Köln-Sülz e.V. statt.

Das Projekt beschäftigte sich mit persönlichen Gegenständen im Besitz der Teilnehmer, ehemaliger Bewohnern des Kinderheimes Köln-Sülz, an denen Erinnerungen hängen oder die in Erinnerung geblieben sind. Solche Gegenstände finden sich im Lebenslauf der meisten Menschen.

In Bezugnahme auf das ehemalige Kinderheim Köln-Sülz und dessen Bedeutung für die Biographie von 22.500 Kindern im Laufe eines Jahrhunderts befragte ich einstige Heimbewohner nach Gegenständen und Erinnerungen aus ihrer Kindheit und Jugend. Für diese Interviews verwendete ich einen einfachen Fragebogen. Die Interviews fanden entweder bei einem persönlichen Treffen oder per Email statt.

Für viele der einstigen Bewohner des ehemaligen Kinderheimes Köln-Sülz gestaltete sich der Umgang mit diesem Thema als schwierig. Das liegt zum einen daran, dass häufig negative Erinnerungen mit dem Leben im ehemaligen Kinderheim Köln-Sülz verbunden sind, zum anderen besitzen die meisten keinerlei Gegenstände mehr aus ihrer Zeit in der Einrichtung.



Diese Hindernisse führten dazu, dass mein Projekt nur wenige aktive Teilnehmer hatte.

Stellvertretend für all die verlorenen positiven Erinnerungen stand eine Reihe von Schattenbildern an den Wänden.



Der Kunstraum in Tannenbusch - 2015-2017

Kunstprojekt

Der Kunstraum in Tannenbusch war ein Projekt von Ulrika Eller-Rüther, Professorin der Alanus Hochschule, in Zusammenarbeit mit der Vonovia, dem Quartiersmanagement Tannenbusch und der Stadt Bonn.

Im Kunstraum durften Student*innen der Alanus Hochschule eigene partizipatorische Kunstprojekte entwickeln und anbieten. Für die Kinder der Umgebung bot der Kunstraum einen Freiraum, Möglichkeit zur Kreativität, aber auch einen Zufluchtsort. Dadurch entstand eine dynamische, experimentelle Athmosphäre. Wobei die Lokalität aber auch durchaus beängstigend wirken konnte.

Ich selbst wurde zur Studentin der Kinder, lernte in der Arbeit vor Ort ihre Sorgen, Wünsche und Bedürfnisse kennen um so meine künstlerischen Ideen und Methoden anzupassen. Die dort gemachten Erfahrungen erlaubten mir mit der Zeit zielgruppen-gerechtere Workshops und Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Dies war der vielleicht schwerste Teil meines Studiums und ich arbeite tagtäglich weiter daran.